Wir gehen Hygiene-Mythen auf den Grund!

Blog indugastra: Lila Einhorn "Wahr oder Falsch? Wir klären Hygiene-Mythen"Das Wort Hygiene leitet sich aus hygieia, dem griechischen Wort für Gesundheit ab. Die Hygiene ist die Lehre von der Verhütung von Krankheiten, sowie der Erhaltung der Gesundheit. 

Aber auch im täglichen Leben, ob im Haushalt, im Supermarkt oder am Arbeitsplatz, lauern Millionen von Viren und Bakterien. Die Größte Gefahr lauert  in der Küche. Krankheitserreger werden über tiefgefrorenes Geflügel und nicht gründlich gesäuberte Küchengeräte (Messer, Brettchen) eingeschleppt. Dadurch besteht die Gefahr, dass man sich mit dem Krankheitserreger Salmonellen infiziert. Neben der Küche gibt es noch viele weitere Keimherde. Über ihren Ursprung und weitere hygienische Aspekte ranken sich viele Gerüchte – wir decken bekannte Mythen auf. Und klären, ob sie wirklich stimmen!

Mythos: In der Küche reicht ein Handtuch für Geschirr und Hände. Falsch!

In jeder Küche sollten zwei verschiedene Tücher für Geschirr und Hände vorhanden sein. Auf den Händen können sich Keime befinden, die keinesfalls auf das Geschirr und somit ins Essen gelangen sollten. Um die Ansammlung von Keimen zu vermeiden, sollten Hand- wie auch Geschirrtücher nicht länger als ein bis zwei Tage genutzt werden.

Mythos: Die Toilette ist der schmutzigste Ort im Haus. Falsch!

Unvorstellbar, aber Kühlschrank oder Spüllappen sind eine viel größere Bakterienquelle als unsere Toilette. Der Grund dafür ist: Der Toilettensitz ist trocken. Kühlschrank und Spüllappen dagegen sind feucht, was Bakterien bevorzugen.

Blog indugastra: Frau in Waschnmaschine

Mythos: Essigreiniger ist ein Universalreiniger. Falsch!

Essigreiniger ist zu scharf für bestimmte Natursteine (z.B. Granit, Marmor), Armaturen und Gummidichtungen. Gleiches gilt auch für Holzparkett, denn die Säure greift Fugen und Holz an.
Unsere Umwelt wird von zu starken Reinigern beschädigt und dort das bakterielle Gleichgewicht zerstört. Eine mögliche Folge ist die Bildung von resistenten Bakterien. Einfache Reinigungsmittel reichen vollkommen im Haushalt aus, um für Hygiene zu sorgen.

LESETIPP: Erfahren Sie mehr über die Umweltbelastung von starken Reinigern.

Mythos: Händewaschen schützt vor Bakterien. Richtig!

Mehrmals am Tag Händewaschen! Durch das Anfassen vieler unterschiedlicher Dinge den ganzen Tag über, werden Bakterien und Viren auf unsere Hände übertragen, darunter auch Krankheitserreger. Um diese auf natürlicher Weise zu bekämpfen, ist ein mehrmaliges Händewaschen am Tage notwendig. Dabei werden 80% der Bakterien abgespült und man kann sich somit vor einer Ansteckung schützen.

Mythos: Mit den neuen Waschmitteln wird die Wäsche schon bei 15° C rein. Falsch!

Moderne Waschmaschinen waschen heute sehr viel gründlicher, als früher. Und auch die Reiniger sind effizienter und beseitigen leichte Verschmutzungen schon bei niedrigen Temperaturen. Aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich aber trotzdem, sehr stark verschmutzte Wäsche dennoch bei 60° C zu waschen. Während bei hohen Temperaturen und mit einem Vollwaschmittel Keime und andere Bakterien abgetötet werden, verteilen sich die Erreger bei niedrigeren Temperaturen in der Trommel der Waschmaschine.

Mythos: Alle Bakterien schaden dem Menschen. Falsch!

Im Gegenteil: Jeder Mensch braucht Bakterien zum Leben. Mehrere Milliarden Mikroorganismen befinden sich in unserem Darm und auf unserer Haut, aber nur die wenigsten davon sind Krankheitserreger. Das ist auch ein Grund dafür, nicht mit der Körperpflege zu übertreiben. Ein zu häufiges Duschen und Baden schadet der Haut. Sie quillt auf, zerstört den Säureschutzanteil und trocknet schnell aus. Es empfiehlt sich, Hautschonende Waschlotionen mit neutralem pH – Wert oder rückfettende Öle nach dem Duschen und Baden zu benutzen.

Blog indugastra: Handtücher, gefaltet, Badeente

Mythos: Duschhandtücher kann man ohne Bedenken mehrmals nutzen. Falsch!

Einen idealen Lebensraum für Bakterien bieten feuchte Handtücher. Mancher Schmutz und Hautschuppen bleiben in den Handtüchern zurück und bieten Bakterien optimalen Nährboden.

Fazit – es wird viel erzählt, aber nicht jeder Mythos entspricht der Wahrheit.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>